PD Dr. phil. Andreas Steffens

Vor Giacomettis Höhle oder Die Neuerfindung des Aussen
Zur anthropoästhetischen Situation zeitgenössischer Raumkunst

von Andreas Steffens

Hier wären wohl ein paar Worte über den Raum angebracht, ein Wort, das je nachdem, ob es sich um den gesehenen oder um den gedachten Raum handelt, eine andere Bedeutung annimmt.
Paul Valéry, >Leonardo<

I
Die späte Moderne, die unverändert unentschieden ist, ob sie einen neuen Anlauf zu ihrer Verwirklichung nehmen, oder sich endgültig in ihr Gegenteil verkehren soll, ist die Zeit einer dreifachen Okkupation des Raumes.
Im Raum der Geopolitik geschieht die politische Ordnung der Landnahmen der Staatenbildungen durch ökonomische und kriegerische Expansion der Groß- und Weltmächte. Der Raum der Anthropolitik als einer Politik zur Verabsolutierung einer ideologischen Bestimmung ‚des’ Menschen (Steffens, Wiederkehr, 87-203) ist das Vernichtungs- und Umerziehungslager, in dem das Individuum gebrochen wird. Der Raum der Biopolitik als der Arbeit am Leib zur Gestaltung einer organischen Normgestalt des Menschen ist der organische Körper des Individuums.

II

Die bedeutendste Fortwirkung der philosophischen Anthropologie am Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Durchsetzung eines von Nietzsche vorbereiteten Leibbewusstseins.
In ihren Bewegungsabläufen vollzieht unsere Existenz sich als unendliche Passage, die durch eine Staffelung einander begrenzender, und ineinander übergehender Räume hindurchführt: Zimmer, Häuser, Städte, Landschaften.
Unser Leib ist der Urraum, in dem wir leben. Alles kommt darauf an, zu verstehen, dass wir unseren Leib nicht ‚haben’, sondern dass wir unser Leib ‚sind’. Wo wir uns auch befinden, wohin wir uns auch bewegen, wir sind immer an dem Urort unseres Leibes.
Der Elementarraum des Menschen, an dem er sich immer befindet, weil er ihn nicht verlassen kann, solange er lebt, ist sein Leib: der organische Körper ist der Innenraum, der seine Position verändern kann. Der menschliche Leib ist der Innenraum des vernünftigen lebendigen Organismus, der es vom Aussen der umgebenden Welt abgrenzt.
Als Gestalt unseres Daseins prägt der Leib jede Wahrnehmung der Aussenwelt zu einer Raumwahrnehmung. Die Einteilung der erlebten Aussenräume der Welt geschieht nach den Maßen der Reichweite unserer nach aussen agierenden Organe: die Bewegungen der Hände und der Füße geben die Orientierungsmöglichkeiten und –weisen vor. Der Raum ist nicht nur eine Gestalt der Wahrnehmung, eine Kategorie möglicher Erfahrung des denkenden Subjekts. Der Raum ist die Kategorie der Anwesenheit des verkörperten Daseins, das sich selbst sinnlich erfährt.
Was existiert, hat einen Ort in einem Raum. In der Welt sein, heißt für einen Organismus, sich in jedem Moment seines Lebens an einem bestimmten Ort zu befinden. Die Zeit ist die Kategorie der Bewegung, die es braucht, um von einem Ort an einen anderen zu gelangen. Man ist entweder hier, oder dort, nie an zwei Orten zugleich.
Dieser trivialste aller Lebensumstände hat die weitestreichenden Folgen für die elementaren Möglichkeiten der Lebensführung. Sie schafft die Lebensordnung der Zeit, und ermöglicht die Kulturleistung des geschützten Innenraumes. Wer sich ‚innen’ befindet, kann nicht mehr ‚draußen’ gefährdet sein. Kultur ist die Welt als nach aussen gestülpte Höhle
Die menschliche Urleistung der Einbildungskraft Befähigt dies zu zwei Operationen: sich in der Imagination an einen anderen Ort als den, an dem man sich befindet, versetzen und den Ort des Aufenthaltes zu einem geschützten Innenraum machen zu können, sobald er als Gegenteil zu dem Aussenraum der Gefährdung begriffen wird, in dem sich der Leib in seiner elementaren ‚natürlichen’ Schutzlosigkeit befindet. Der Leib ist der lebendige Körper im diffusen Raum der Welt.
Der Körper ist der Nullpunkt der Welt, der Ort, an dem Wege und Räume sich kreuzen. Der Körper selbst ist nirgendwo. Er ist der kleine utopische Kern im Mittelpunkt der Welt, von dem ich ausgehe, von dem aus ich träume, spreche, fantasiere, die Dinge an ihrem Ort wahrnehme und auch durch die grenzenlose Macht der von mir erdachten Utopie negiere (Foucault, Heterotopien, 34).

III
Was denkt, ist etwas anderes, als was sich im Raum befindet. Dieser cartesische Grundsatz der Wirklichkeit der Neuzeit, der das Bewusstsein von seiner Verkörperung trennte, gilt für die ästhetischen Bedingungen der aus Erfahrungsreflexion gestaltenden Wahrnehmung unserer Existenz nicht: die Künste denken, was von dem wahrgenommen wird, das sich in den Räumen des Lebens befindet.
Von der Romantik entworfen, wurde die Aufhebung der Trennung des Innen und des Aussen des Bewusstseins in den Künsten spät vollzogen. In den Aussenkünsten des environment und der performance wird die Selbsterforschung des Ichs, das ist, indem es sich denkt, durch Körperaktivität zur Raumdefinition des seine Selbstbestimmung erprobenden Daseins.
Die plastische Kunst verwirklicht ein Leib-Raum-Bewußtsein.
Die materielle Präsenz des plastischen Kunstwerks verändert einen gegebenen Raum, indem es dessen Funktionalität aufhebt. So entsteht ein Irritationsraum der Alltagswahrnehmung, die das Leibbewusstsein auf paradoxe Weise stabilisiert. Mit einem anderen Raum konfrontiert, gerät das Bewusstsein in eine innere Bewegung, die der äußeren Irritation der Leibwahrnehmung entspricht. Indem ich nicht dort bin, wo ich weiß, ‚ich’ zu sein, spüre ich, zu sein.

IV
Die Kindheiten der Künstler bergen die Ursprünge der Künste. Die spätmoderne Skulptur einer sich auflösenden Leiblichkeit entsprang der beglückenden Erfahrung des Verschwindens in einer Höhle. Als Erwachsener berichtete Giacometti eindringlich von seinem ästhetischen Urerlebnis.
Mit Kameraden hatte er eine Felsenhöhle entdeckt, in deren hintersten Teil er sich glückselig verkroch: „Ich wusste mich kaum zu halten; alle meine Träume hatten sich verwirklicht.“ (Ammann, 51).
Daraus wurde der Grundsatz des Bildhauers, dass die Skulptur auf der Erfahrung der Leere beruht. Der Raum, den man durchquert, bringt die Skulptur als materielle Auffüllung der Distanz zwischen Modell und Plastiker hervor. Als Fülle der Leere läßt sie ihrerseits einen Raum entstehen (Ammann, a.a.O.).

V
Für die plastischen Künste ist die Unterscheidung, die Valéry zwischen dem gesehenen und dem gedachten Raum traf, grundlegend geblieben (Valéry, Leonardo, 77). Sie macht deren Hervorbringungen bestimmbar: das plastische Werk verwandelt einen gedachten Raum in einen sichtbaren. Die plastische Kunst kennzeichnet weniger, als dass sie in ihrer Dreidimensionalität Raum einnimmt und füllt, als dass sie durch ihre eigene räumliche Ausdehnung Raum überhaupt schafft, so, wie die Architektur ihn nicht umbaut, sondern bildet.
Die Ausstülpung der Höhle, deren Volumen umbaut wird, erfindet mit dem Haus die plastische Kunst: sie verlagert das Innenbedürfnis des Menschen nach aussen. Als erste Plastik erfindet das gebaute Haus den Lebensinnenraum, der den Bezirk einer geschützten Existenz von der Außenwelt abgrenzt.
Die plastische Kunst erfindet die Welt des Menschen, in der er zu leben weiß. Wie der Mensch sich selbst in seinen Werken erscheint, die ihm vor Augen stellen, was er ist, indem sie zeigen, was er können muß, um zu leben, so erscheint die Welt als Aussen zum Innen des umbauten Bezirkes, in dem er sein Leben führen kann. Das für sein Dasein wichtigste plastische Gebilde ist die Stadt: die organanaloge Struktur der gebauten Räume, in denen die Lebensfunktionen sich ungefährdet vollziehen können.
Der Leib wird von dem Moment an erst zum Objekt plastischer Gestaltung, in dem der Mensch im Schutz seiner architektonischen Existenzplastiken den Abstand von der Außenwelt gewonnen hat, dessen es bedarf, um zu sich selbst so weit in Distanz treten zu können, wie es erforderlich ist, um sich selbst zum Gegenstand seiner Wahrnehmung zu werden, ohne sich damit unkalkulierbaren Gefahren auszusetzen. Erst die geschützte Existenz des Leibes macht ihn zum Objekt gestalteter Wahrnehmung.
Sobald wir daran gehen, uns den Raum vorzustellen, begibt er sich im Nu seiner Leere, bevölkert er sich mit einer Fülle absichtsvoller Konstruktionen, kann in jedem Falle an seine Stelle eine Verschränkung von Figuren treten, die sich so klein wie erforderlich annehmen lassen. Ein Gebäude von denkbar großer Kompliziertheit wird, wenn wir es vervielfältigen und entsprechend verkleinern, das Element eines Milieus verkörpern, das in seinen Eigenschaften von den Eigenschaften dieses Elements abhängig ist. Auf solche Weise sind wir befangen und bewegen wir uns unter einer Menge von Strukturen. Man vergegenwärtige sich, wie verschiedenartig der Raum um uns besetzt, das heißt geformt, erfassbar ist, und versuche daraufhin sich vorzustellen, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit die verschiedenen Dinge – ein Stoff, ein Mineral, eine Flüssigkeit, ein Gas – mit ihren besonderen Eigenschaften wahrgenommen werden können; eine eindeutige Vorstellung von ihnen wird man nur gewinnen, wenn man ein Teilchen dieser Stoffgewebe vergrößert und es mit einem Baugedanken ausstattet, so dass es auf Grund bloßer Vervielfältigung eine Struktur ergibt, die im Besitz der gleichen Eigenschaften ist wie das eine, das wir beobachtet haben (Valéry, Leonardo, 76 f.).

VI
In der inzwischen selbstverständlich etablierten zivilisatorischen Imagokratie des elektronischen Bildes wird die Wahrnehmung in der alltäglichen Existenzführung durch visuelle Vortäuschungen abwesender Wirklichkeiten auf flachen Oberflächen geleitet.
Die Hand entwickelt eine halbsekundenschnelle Feinstmotorik in der Bedienung der elektronischen Bildspeicher, während die Wahrnehmung sich vom Haptischen immer stärker löst und sich auf die Distanz des Blicks verengt.
In dieser zivilisatorischen Situation erhalten die material- und handbestimmten Raumkünste ein Minimum an Wirklichkeitsmaterialität in der Produktion und Wahrnehmung von Alltäglichkeit aufrecht, die ihren Sinn und ihre Kraft aus der elementaren Materialität der Leiblichkeit des Lebens bezieht. Vom virtuellen Bild reguliert, neigt das Dasein zur Entmaterialisierung seines Weltbezuges. Ihre Grenze findet diese Tendenz in der Leibmaterie des Daseins, das sein Leben in den Unmittelbarkeiten seiner Sinnestätigkeiten erfährt. Spätestens der Schmerz einer Versehrung des Leibes oder einer organischen Erkrankung versetzt das Dasein in die Elementarbedingung seiner eigenen Materialität zurück.

VII
Die Erfahrung der Entmaterialisierung des Körpers ist nicht länger an die Erfahrung der ‚Entseelung’ im Tod eines Anderen gebunden (vgl. Plessner, Entkörperung). Unbeschadet der bestehen bleibenden materiellen Leiblichkeit des Lebens gestattet die Zivilisation des virtuellen Bildes der Existenz, ihre lebenserhaltenden Weltbezüge zu entmaterialisieren. Die Verfügbarkeit des Seins im Existenzprozeß wird von dessen Anwesenheit abgekoppelt. Die Ubiquität des elektronisch in Echtzeit um den Globus gesandten Bildes hebt die Identität von Zeitpunkt und Anwesenheit auf: als Bewohner des Worldwideweb kann ich mich zur selben Zeit an verschiedenen Orten befinden. Ich muß nicht mehr sein, wo ich bin; ich kann sein, wo ich nicht bin. Ich verfüge, wo immer ich bin, über alle Orte, an denen ich stattdessen sein könnte; gleich, wo ich gerade bin, ist über mich an jedem möglichen Aufenthaltsort schon verfügt, bevor ich ihn aufgesucht habe. Der Raum verwandelt sich von der materiellen Bedingung des Daseins zu einer imaginativen Möglichkeit der Existenz. Im chatroom muß ich nicht sein, der ich bin; als Bild auf dem Bildschirm am anderen Ende der Welt, muß ich nicht sein, wo ich nicht bin, um für andere da zu sein.
Für die Raumkunst bedeutet diese Dematerialisierung der Existenz diesseits des Todes die Herausforderung, mit den Mitteln der Bearbeitung von Materie Situationen der verminderten Materialität dessen herzustellen, was eine gegebene Situation der Anwesenheit bestimmt. Die Skulptur des elektronischen Zeitalters ist eine Maschine zur Erzeugung der Gleichzeitigkeit von Anwesenheit und Abwesenheit. Das Verschwinden einer materialiter erzeugten Anwesenheit wird zum unbezweifelbaren Zeugnis der Seinsgegebenheit.
Giacomettis Höhle ist nicht länger der Raum einer individuell erfüllten Anwesenheit im Sein durch Abwesenheit.
Der zeitgenössische Plastiker verlässt seine Höhle. Seine Materiegestalten realisieren nun in Innenräumen Außensituationen, da der Bewohner der bildelektronischen Zivilisation sich in einer den Globus umspannenden geschlossenen Innenwelt der Bildrepräsentation des Wirklichen bewegt.
Als Entäußerungen eines individuellen Leibbewusstseins erinnern die Gebilde der Raumkunst daran, dass es uns gibt, obwohl wir nirgendwo mehr sind, da es uns nun jederzeit überall als Nachricht eines Seins geben kann.

VIII
Der Leib ist der Körper, der weiß, wo er ist.
Die Unfähigkeit des Körpers, dem Bewusstsein seines Leibes mitzuteilen, wo er sich befindet, führt zu Bewusstlosigkeit.
Der Leib als Körper des Bewusstseins ist der Raum des Geistes.
Die Raumkunst ist der Geist des Raumes, in dem der Körper als Leibbewusstsein lebt.
In der Zivilisation des elektronischen Bildes kommt es darauf an, nicht-elektronische Oberflächen zu schaffen, deren sinnliche Erfahrung dem Leib, in dem die Selbstgewissheit der Existenz des Individuums gründet, Anhalt der Materialität seiner eigenen Anwesenheit gibt.

Literatur

Ammann, Jean-Christophe, Anmerkungen zum Problem des Raumes im Werk Giacomettis (1966), in: Alberto Giacometti, Plastiken-Gemälde-Zeichnungen, Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg 1977, 51-55
Bachelard, Gaston, Poetik des Raumes (1957), München 1960
Beuys, Joseph, Wilhelm-Lehmbruch-Preis 1986, Duisburg 1986
Blumenberg, Hans, Höhlenausgänge, Ffm 1989
Blumenberg, Hans, Beschreibung des Menschen, aus dem Nachlaß hg. von Manfred Sommer, Ffm 2006
Foucault, Michel, Die Heterotopien. Der utopische Körper. Zwei Radiovorträge, Ffm 2005
Plessner, Helmuth, Die Stufen des Organischen und der Mensch. Einleitung in die philosophische Anthropologie (1928), Berlin-New York 1975
Plessner, Helmuth, Die Frage nach der Conditio Humana. Aufsätze zur philosophischen Anthropologie, Titelessay; 74-78: Entkörperung
Serres, Michel, Die fünf Sinne. Eine Philosophie der Gemenge und Gemische (1985), Ffm 1993
Steffens, Andreas, Fortzusetzende Höhlenkunde. Anthropologische Bemerkungen zu einer Ästhetik der Weltfähigkeit, in: Joachim Kettel, Hg., Kunst lehren?, Stuttgart 1998, 228-245
Steffens, Andreas, Philosophie des 20. Jahrhunderts oder Die Wiederkehr des Menschen, Leipzig 1999
Steffens, Andreas, Gerade genug. Essays und Miniaturen, Wuppertal 2010
Steffens, Andreas, Politik als plastische Chirurgie, in: ders., Gerade genug. Essays und Miniaturen, Wuppertal 2010, 87-104
Steffens, Andreas, Selbst-bild-ung, in: ders., Gerade genug. Essays und Miniaturen, Wuppertal 2010, 117-133
Uexküll, Jakob von, Theoretische Biologie (1920), Ffm 1973
Valéry, Paul, Leonardo. Drei Essays (1895/1933), Ffm 1959

Biografie:
PD Dr. phil. habil., M.A..; Schriftsteller und Philosoph
1957 in Wuppertal geboren
1977-1984 Studium in Düsseldorf und Münster (Geschichte, Philosophie)
1989 Promotion zum Dr. phil. in Philosophie (magna cum laude) an der Heine-Universität Düsseldorf
1990-2000 Zweitwohnsitz Paris
1995 Habilitation im Fach Philosophie (Die Erfahrung der Geschichte) an der GhK/Universität Kassel; Privatdozent mit den Schwerpunkten Kulturtheorie, Anthropologie und Ästhetik
1997 Gast am Wissenschafts-Kolleg New Europe Collage, Bukarest

1980 -1990 Mitbegründer und -betreiber der Galerie Epikur, Wuppertal
1986 – 1995 Antiquar in Wuppertal
1987 Preis der Stiftung zur Förderung der Philosophie
1987-1990 Redakteur und Mitherausgeber der zeitmitschrift. Journal für Ästhetik und Politik, Düsseldorf
1993-1997 Geschäftsführer Galerie Putty, Wuppertal
1997 Gründung der Künstler-Gruppe „das künstliche gelenk“: interdisziplinäre Aktionen einer situativen Ästhetik (u.a. ART Frankfurt, Bahnbetriebswerk Bestwig, Universität Köln, Kunstverein Heidelberg)

1997 Gründung des ‘PKW Philosophiekreis Wuppertal’
2002-2004 Personalberater bei der UWP Mittelstandsakademie GmbH, Düsseldorf
2009 Kultur-Preis der Springmann Stiftung, Wuppertal

Autor zahlreicher wissenschaftlicher, kunstkritischer und literarischer Veröffentlichungen (u.a. in: Neue Rundschau, zeitmitschrift, Paragrana, Weimarer Beiträge, neue bildende kunst); seit 1997 in neue deutsche literatur (Berlin: Aufbau-Verlag); dort 2001-2004 eigene Kolumne „Fundstücke“
Essays, Kritiken und Reden zu Kunst und Künstlern

Publikationen:
Das Innenleben der Geschichte. Anläufe zur Historischen Anthropologie (1984)
Nach der Postmoderne (Hg., mit Christine Pries und Wilhelm Schmid), Bollmann Verlag: Düsseldorf 1992
Poetik der Welt, europäische verlagsanstalt: Hamburg 1995
Philosophie des 20. Jahrhunderts oder Die Wiederkehr des Menschen, Reclam-Verlag: Leipzig 1999
Petits fours, zusammen mit Annette Lucks: 13 Radierungen zu Aphorismen, bibliophiles Künstlerbuch, München 2003
Glück. Aspekte und Momente, NordPark Verlag: Wuppertal 2009
Petits Fours. Aphorismen, NordPark Verlag: Wuppertal 2009
Eva Bertram : 2 Ein Kind, Hatje-Cantz Verlag: Ostfildern 2010
Gerade genug. Essays und Miniaturen, NordPark Verlag: Wuppertal 2010
Ontoanthropologie, NordPark Verlag: Wuppertal (Herbst 2010)

Aktuelle Künstler-Kataloge (A: Autor, B: Beiträger):
Absage an die Wirklichkeit. Subjektive Positionen zeitgenössischer Fotografie, Kerber Verlag: Bielefeld 2006 (B)
Gerhard Reinert, Pulsierendes Signallicht. Arbeiten in öffentlichen Räumen, Privatdruck 2007 (B)
Werkzeuge des Lebens, Deutsches Werkzeugmuseum: Remscheid 2007 (A)
Hauptstrom. Aktuelle Fotokunst, zone-b: Berlin-Hilden 2008
Thomas Henke, Erinnere dich jetzt, Wolfgang Bonahge-Museum: Korbach 2008 (B)
Janet Zeugner, Erinnerung, zone-b: Berlin 2009 (A)
Frank Hinrichs, Metamorph, Galerie Schreier-von Metternich: Düsseldorf 2009 (A)
Bleistift. Preis des Vestischen Künstlerbundes 2008: Recklinghausen 2009 (A)

Laufendes Projekt:
Werkzeuge des Lebens. Philosophie (mit) Bildender Kunst
Deutsches Werkzeugmuseum, Remscheid 2007
Neuer Kunstverein Regensburg, 2009
GKK: Gemeinschaft Krefelder Künstler, 2009